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Rheuma und die Seele

Ich habe mich im Laufe meines Lebens ganz intensiv mit mir und meinen Gefühlen auseinandergesetzt und verschiedene Therapien gemacht, um meine Seele zu ergründen, von Konflikten, Trauer und Wut zu befreien oder einen besseren Umgang damit zu finden. Ich kann sagen, dass es mir gelungen ist und die meisten der Therapien wirklich hilfreich waren.

Was die Therapien bei mir u.a. positiv bewirkt haben, ist, dass mein Körper bei Stress oder einem Problem kaum noch mit reagiert. D.h. anstatt Schmerzen zu bekommen oder mit Verspannungen zu reagieren, bleibt mein Körper gelassen und entspannt. Das ist ein großer Fortschritt. Überhaupt fühle ich mich mehr im „Flow“ durch die Auflösung einiger Konflikte und Veränderungen in meiner Lebensgestaltung. Dies kommt meiner Gesundheit sehr zugute. Durch die Kombination mit Ernährungstherapie habe ich es geschafft überwiegend schmerzfrei zu sein.

Holy Seven – die 7 klassischen psychosomatischen Erkrankungen

Doch zurück zum Thema. Wusstest du, dass die rheumatoide Arthritis mit zu den sogenannten Holy Seven gehört? Den 7 klassischen psychosomatischen Erkrankungen zu denen auch die Neurodermitis, Colitis Ulcerosa, Asthma, Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion und Magen-Zwölffingerdarm-Geschwür gehören?

Vor einiger Zeit bin ich durch einen hervorragenden Blogartikel darauf aufmerksam geworden, geschrieben von der Medizinerin Dr. med. Dunja Voss und ich möchte dir diesen hier gern vorstellen. Es geht in dem Artikel um die Aufopferungsbereitschaft, den Perfektionismus, um die große Geduld und Genügsamkeit, die man bei Menschen mit rheumatoider Arthritis häufig beobachten kann. Aber auch um das Verbessern der eigenen Gesundheit und des Lebensgefühl durch aktive Bewältigungsstrategien im Gegensatz zu passivem Verhalten, was alles schlimmer werden lässt. Zu den aktiven Bewältigungstrategien neben schulmedizinischer Behandlung gehören verschiedene Therapien. Das kann z.B. Psychotherapie, Tanztherapie, Gestalttherapie, Biografiearbeit, Bewegung wie Yoga oder Sport, Qi Gong, Meditation und auch Ernährungstherapie sein.

Lass doch mal deine Aggressionen raus?

Ein großer Konflikt herrscht übrigens beim Umgang mit Aggressionen. Hast du es auch schon mal gehört? „Lass doch mal deine Aggressionen raus!“. Mir wurde dies in der Vergangenheit des öfteren gesagt und ich konnte einfach nichts damit anfangen. Für mich war es nur eine Plattitüde. Dieser Satz hat nichts bei mir bewirkt oder verändert und mich deshalb jedes mal verärgert.

Doch als ich damals anfing mich um meine Seele zu kümmern und eine Psychotherapeutin fand, der ich vertraute, verstand ich endlich, was genau bei mir ablief. Als ich zu ihr ging habe ich tatsächlich u.a. das Problem benannt, dass ich nicht weiß wie ich mit meinen Aggressionen umgehen soll, ein typisches Thema für Menschen mit Rheumatoider Arthritis, was ich damals noch nicht wusste.

Durch die Therapie wurde mir endlich klar, dass ich Schuldgefühle habe aufgrund meiner Aggressionen und mir diese Gefühle von Ärger und Wut deshalb nicht erlaubte. Trotzdem es völlig menschlich ist Aggressionen zu haben, herrschte in mir ein andauernder Konflikt darum. Einerseits über etwas genervt, verärgert oder wütend zu sein und andererseits, dass ich es nicht sein durfte. So ein Konflikt ist außerordentlich anstrengend und kann zu mehr Schmerzen führen oder zu unangemessen Wutausbrüchen. Beides habe ich erlebt.

Ein besserer Umgang mit Wut und Ärger durch Therapie

Meine Psychotherapeutin und ich haben diesen Konflikt intensiv bearbeitet und im Laufe der Zeit, merkte ich, dass ich besser damit umgehen konnte. Mit einem Mal war es nicht mehr so schwierig, Bescheid zu sagen, wenn mir etwas nicht gefällt und auch Wut und Ärger schneller auszudrücken. Zum Glück hatte mein Lebenspartner und heutiger Mann sehr viel Verständnis dafür und in unserer Beziehung konnte ich streiten üben, ohne, dass ich Angst haben musste verlassen zu werden. Das tat gut, war unglaublich befreiend und ich entdeckte sogar, dass streiten Spaß machen kann!

Wie Dr. med. Voss schreibt, sind Schmerzen für viele Menschen mit Rheuma, aufgrund der Aggressionen und der daraus resultierenden Schuldgefühle, eine Form der Entlastung, um sich von der Schuld zu befreien. Sportliche Betätigungen – auch gerade so etwas wie Kampfsport oder Gartenarbeit können ebenfalls Spannungen abbauen.

Genügsamkeit und Geduld

Die übergroße Genügsamkeit und Geduld, ist auffällig bei Menschen mit Rheumatoider Arthritis. Hier kann die bewusste Auseinandersetzung in therapeutischer Arbeit bewirken, dass man wieder mehr für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse einsteht und sich dabei wohl fühlt. Wichtig ist es mir zu sagen, dass so ein Verhalten oder diese Charaktereigenschaften nicht nur bei Menschen mit Rheumatoider Arthritis zu finden sind. Es lassen sich jedoch manchmal Gemeinsamkeiten feststellen zwischen den Betroffenen.

Doch nun zum Blogartikel von Dr. med. Dunja Voss. Viel Spaß beim Lesen und Verstehen. Falls du den Artikel nicht öffnen kannst, gebe in google bitte medizin im text ein oder Rheumatoide Arthritis und Psyche. Dann findest du ihn.

Psychotherapie-Informationsdienst:

Psychotherapie-Informationsdienst (PID)
Kompetente Beratung zur Wahl der geeigneten Therapeutin/ des geeigneten Therapeuten. Der Psychotherapie-Informationsdienst (PID) ist ein Dienstleistungsangebot der Deutschen Psychologen Akademie des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) www.psychotherapiesuche.de

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