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In einer Ernährungsberatung wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich viel für meine Gesundheit tun kann, wenn ich mein Essen richtig gut kaue. Beginnen sollte ich mit 100 mal pro Bissen. Upps… ja, du hast richtig gelesen. 100 mal! Das war eine Herausforderung für mich, aber ich habe es tatsächlich ausprobiert. Nicht bei jeder Mahlzeit, dann wäre ich wahrscheinlich zu nichts anderem mehr gekommen, aber einmal am Tag für 30 Minuten waren machbar.

Für die anderen Mahlzeiten habe ich mir 30- bis 50 mal kauen vorgenommen. Durch das intensive Training habe ich das Kauen sehr gut verinnerlicht und ich fühle mich inzwischen unwohl, wenn ich aus Zeitgründen mein Essen herunterschlingen muss.

Hm… überlegst du gerade fieberhaft, wie du das denn umsetzen sollst?

Keine Sorge.

Ich erzähle dir jetzt erst einmal von den vielen Vorteilen und positiven Effekten, die gutes Kauen auf Deinen Körper hat. Und dann habe ich eine Idee, wie du es ohne viel Anstrengung trainieren kannst.

Was passiert also, wenn du dir die Zeit nimmst jeden Bissen richtig zu kauen?

  1. Durch das Kauen wird die Nahrung aufgeschlossen

Im mittleren Bereich des Mundes wird Speichel in großer Menge abgesondert und dieser Speichel enthält das Verdauungsenzym Ptyalin, welches die komplexen Kohlenhydrate in Einfachzucker aufspaltet, der dann wieder in Glukose umgewandelt wird. Der Magen kann die Nahrung nicht ohne Ptyalin aufspalten, weil er keine entsprechenden Verdauungssäfte für die Aufspaltung von Kohlenhydraten hat. Wenn wir also z. B. Vollgetreide schnell herunterschlucken fühlen wir uns unbehaglich. Dann fällt die Nahrung als unverwertbarer Ballast in den Magen und wir fühlen uns unwohl.

Kennst du das auch? Ich habe es einige Male erlebt, wenn ich Vollkornreis oder Brot zu schnell heruntergeschluckt haben.

  1. Das gesamte Verdauungssystem wird stimuliert.

Durch die vom Kiefer und Mund ausgeführte Bewegung wird der gesamte Verdauungsprozess angeregt, d. h. die Bauchspeicheldrüse produziert vermehrt Verdauungssaft, die Leber gibt mehr Galle in den Zwölffingerdarm ab.

  1. Der Darm verwertet das Essen viel besser, was für Menschen mit Rheuma ein wichtiges Thema ist.

Beim gründlichen Kauen findet die Vorverdauung im Mund statt. Damit ist dein Magen und dein Darm entlastet und kann die Nährstoffe besser aus dem Nahrungsbrei assimilieren. Störungen im Darm sind leichter zu regulieren. Gerade Menschen mit Rheuma haben häufig Probleme in diesem Bereich. Fäulnis- und Gärungsprozesse treten seltener auf und Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen haben keine Chance.

  1. Zähne und das Zahnfleisch werden gestärkt

Der Speichel, der sich beim Kauen bildet umspült die Zähne und wirkt karieshemmend und desinfizierend. Der Speichel enthält Kalzium und Kalium, was sehr gut für unsere Zahngesundheit und auch das Zahnfleisch ist.

  1. Du verlierst überflüssige Pfunde, wenn du gut kaust.

Du bist schneller satt , da das Essen wirklich bei dir ankommt. Du brauchst auf Dauer kleinere Mengen und kannst mit intensiven Kauen sogar richtig gut abnehmen.

  1. Kauen verbessert den Geschmack der Speisen und ist einer guten Nahrungsauswahl förderlich

Wenn Du das Essen länger kaust, merkst du, ob du etwas „Gutes“ isst oder ob das, was du isst „leer“ ist. Es gibt drei Geschmäcker – den Anfangs-, Mittel- und Endgeschmack. Beim richtig Kauen wirst du alle dieser Geschmäcker erleben können. Der Endgeschmack ist der worauf es ankommt. Schmeckt es jetzt richtig gut oder möchtest du es lieber schnell herunterschlucken oder sogar ausspucken? Gutes Kauen kann auch dazu führen, dass dir „ungesunde Speisen“ wie Weissbrot, zuckerhaltige Marmelade, Pizza nicht mehr so gut schmecken.

  1. Kauen verjüngt den Körper

Und dafür ist ein spezielles Hormon zuständig, Parotin, dass von den Ohrspeicheldrüsen im Mund gebildet wird. Dieses Hormon wurde von Wissenschaftlern immer wieder genau untersucht. Sie entdeckten, dass Parotin den Zellstoffwechsel anregt und eine Regeneration des ganzen Körper bewirkt. Um es wirklich auszutesten, spritzten sie Probanden, die schon etwas älter waren, dieses Hormon. Der Effekt war, dass diese nach einigen Behandlungen 10 Jahre jünger aussahen.

  1. Ausgiebiges Kauen entspannt und beruhigt den ganzen Organismus

Das war für mich die beste Erfahrung. Es ist einzigartiges Gefühl. Durch die Kaubewegung des Mundes und des Kiefers entspannt sich der ganze Körper. Das ist super angenehm und so erstaunlich. Dafür lohnt es sich, dies einmal auszuprobieren.

Wie du das ausprobieren kannst, ohne deine Umgebung mit stundenlangen Kiefermahlen zu verschrecken.

Trainiere 5-10 Minuten am Tag. Stelle dir dafür die Uhr und kaue in dieser Zeit jeden Bissen mindestens 30 Mal – zähle dabei und konzentriere dich einfach auf dich und dein Essen. Und wenn du merkst, das du doch länger kauen möchtest, mach es einfach. Du musst auch nicht langsam kauen, du kannst ruhig schnell kauen.

Und falls du es wirklich wissen willst, kaue jeden Bissen 100 mal. Hänge die einen großen Zettel hin, wo drauf steht: Kau dich gesund! Das hat mir geholfen, mich immer wieder daran zu erinnern. Das kannst du für dich alleine machen oder du lädst dir jemanden mit dazu ein. Nimm es wie eine Meditation. Mache es so oft wie möglich, um das intensive Kauen zu trainieren und um in den Genuss von tiefer Entspannung zu kommen. Gutes Kauen ist ein sinnvoller Schritt in ein gesünderes Leben.

 

Quelle: Noboru B. Muramoto: Natürliche Immunität: Einblick in die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Aids. Verlag Mahajiva

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